Seit dem 14. Oktober ist Provarun im App Store. Die App misst Sprintzeiten von 50 bis 800 Metern aus dem Video deines Laufs, auf die Hundertstel. Sie ist kostenlos, läuft auf dem iPhone ab iOS 26 und ist auf Deutsch in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg erhältlich.
Warum aus dem Video
Über kurze Strecken entscheiden Hundertstel. Eine Handstoppuhr liegt um 100 bis 200 Millisekunden daneben. Bei einem 12-Sekunden-Lauf ist das der Unterschied zwischen einer Bestzeit und einer eingebildeten. GPS-Uhren sind über 100 Meter noch weniger zu gebrauchen.
Provarun misst anders: Du filmst deinen Lauf, und die Zeit kommt aus den Bildern des Videos. Bei 60 Bildern pro Sekunde ist ein Bild 17 Millisekunden lang. Das ist rund zehnmal genauer als eine Handstoppuhr, und du kannst jede Zeit im Video nachprüfen. Bei Provarun hat jede Zeit ein Video, das sie belegt.
So läuft eine Messung
Du stellst das Handy seitlich auf Höhe der Ziellinie auf, nach dem Prinzip der Zielkamera. Dann stellst du den Vorlauf ein und gehst zum Start. Die Aufnahme beginnt von selbst. Nach „Auf die Plätze“ und „Fertig“ kommt der Startschuss, nach einer zufälligen Pause, damit sich der Start nicht vorwegnehmen lässt. Nach dem Lauf schiebst du dich Bild für Bild an den Moment, in dem du die Ziellinie kreuzt.
Ein iPhone reicht, ohne Lichtschranke und ohne Bluetooth-Zubehör. Videos, die du schon gefilmt hast, kannst du nachträglich aus der Mediathek auswerten.
Alles bleibt auf deinem Gerät
Kein Konto. Keine Registrierung. Kein Server. Videos, Zeiten und Favoriten liegen ausschließlich auf deinem iPhone. Es gibt keine Werbung, kein Tracking und keine Analyse deiner Nutzung. Übers Netz geht nur, was die Laufbahnen brauchen: die Suche nach Bahnen in deiner Nähe sowie Karte, Ortsnamen und Fahrzeit über Apple Karten.
Was Provarun nicht ist
Provarun ist ein Trainingswerkzeug, keine Wettkampfmessung nach den Regeln eines Verbandes. Die Zeiten sind dafür gedacht, dich mit dir selbst zu vergleichen.
